Hamburg und Altona im Jahre 1884

Blicken wir zunächst auf einen relativ groben Plan der Städte Hamburg und Altona im Jahre 1884. Auf weiteren Detailansichten, die hier entsprechend verlinkt sind, werden bemerkenswerte Aspekte näher beleuchtet .

Hamburg und das ehemals dänische Altona, zwei reiche Handelsstädte, die unterschiedlicher kaum sein mochten, waren nach Jahrhunderten des Gegeneinander nunmehr auf dem Weg zu einem Gebiet zusammenzuwachsen. Auf dieser Karte ist eindrucksvoll zu erkennen, wie sehr die innere Kernstadt Hamburgs an ihre Grenzen gestoßen sein muss, weswegen die vor zwei Jahrzehnten aufgehobene Torsperre nunmehr ein natürliches Wachstum vor allem nach Altona aber auch in die neuerlichen Vorte im Norden und in Richtung der Vorstadt St. Georg ermöglichte.

Deutlich zu erkennen ist, wie die ehemals viel kleinere Stadt Altona nunmehr der Alt- und Neustadt Hamburgs flächenmäßig in Nichts mehr nachstand – zumal die einige Jahre später stattfindende Eingemeindung u.a. der Dörfer Ottensen, Neumühlen, Bahrenfeld und Övelgönne erst noch vollzogen wurde.

Im Jahre 1884 befand sich Hamburg mitten in der sogenannten Gründerzeit, was sich – wie hier grob zu erkennen ist – vor allem in der auch noch heute noch charakterischen Villenbesiedelung der ehemals rein ländlichen Vororte Hamburgs wie Harvestehude, Eppendorf, Eimsbüttel, Rotherbaum und Uhlenhorst niedergeschlagen hatte. Hier pflegten bevorzugt eher höhergestellte Beamte oder Unternehmer Wochenenddomizile oder Stammhäuser zu unterhalten.

Bemerkenswert sind die schon damals hervorstechenden Freiflächen des Heiligengeistfeldes, ehemals zum Hospital gleichen Namens gehörende Ländereien, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend als Veranstaltungswiesen genutzt wurden, sowie der rechteckige Rasenplatz im Vorort Rotherbaum, wo ab 1892 tatsächlich schon die ersten Tennisturniere Hamburgs stattfanden. Zusätzlich ins Auge stechen mögen die großflächigen Wiesen Eimsbüttels, welche vornehmlich als Weideland genutzt erst viele Jahrzehnten später besiedelt werden sollten.

2 Gedanken zu „Hamburg und Altona im Jahre 1884“

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